Kolumnen
Die wahre Baumgeschichte
"Aargauer Zeitung" 12. Mai 2010
Irgendwie bleibe ich immer an den Bäumen hängen. Nein, nicht nach dem Spruch «Hängt die Grünen, solange es Bäume hat», sondern in Gedanken und mit dem Herzen. Mehrere meiner Kolumnen haben von Bäumen gehandelt; ja, und auch diese ist eine bäumige. Aber jetzt erzähle ich die reine Wahrheit über unser Hochstämmer
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Zurückgewonnene Sonnenzeit
"Aargauer Zeitung" 19. Januar 2010
An jedem 21. Dezember hat die Zeitung eine besondere Bedeutung für mich, und käme sie an diesem Tag ihrer Pflicht nicht nach, ich würde das Abo auflösen. Besonders an diesem Tag steht die Zeitung in der Pflicht, minutengenau festzuhalten, was es mit dem Sonnenauf- und -untergang auf sich hat.
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In jedem Anfang wohnt ein Zauber
"Aargauer Zeitung" November 2009
Die Natur macht es uns Jahr für Jahr vor. Sie verändert sich ständig. In der letzten Woche haben mich die Herbstfarben verzaubert. Rot, orange, gelb gefärbte Bäume an den Hügeln, grüne Wiesen in der Talsohle und dazwischen die frisch bestellten braunen Felder, die bald mit zartem Grün überzogen sein werden. So sollte es bleiben, dachte ich.
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Wohlfühlmomente dank der Landwirtschaft
"Bauerzeitung" November 2009
„Die Älteren unter Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als das Gesundheitswesen etwas mit Gesundheit zu tun hatte“, sagt der Gesundheitsökonom Gerhard Kocher. Ein Satz, der betroffen macht, vor allem mich als Gesundheitsdirektorin des Kantons Aargau. Aber es ist so: Ich kümmere mich mehr um die Reparatur von bereits Angeschlagenem als um die Entwicklung von Neuem.
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Eine einfache, aber revolutionäre Idee
"Bauerzeitung" August 2009
Am letzten Samstag habe ich beim Härdöpfle geholfen. Ich stand auf dem Samro, sortierte Kartoffeln, las Steine heraus und freute mich an dieser Arbeit. Die Bauern redeten davon, dass es heuer zu viele Kartoffeln gebe; Kartoffeln im Übermass seien aus Ägypten importiert worden. Ich dachte an eine Reise in dieses Land, einige Jahre ist sie her.
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Gouverner, c'est prévoir oder sich vorsehen
"natürlich-leben" Juli 2009
Einmal die Beine hochgelegt, und im Aargauer Regierungspalast brodelt die Gerüchteküche. Aus diesem Grund arbeitet Susanne Hochuli gern auch mal inkognito – und das erst noch effizient...
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Das Leben der anderen
"Bauerzeitung" Juni 2009
Vor 32 Jahren, 1977, wurde auf unserem Hof der Film „I bi no Puur“ gedreht. Mein Vater, Gründer der Kleinbauernvereinigung, machte darin bemerkenswerte Aussagen. Zu seinem 20. Todestag wurde dieser Film in Reitnau gezeigt; eindrücklich zu sehen, wie viele seiner Gedanken noch heute Gültigkeit haben!
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Ode an das Suhrental
"Aargauer Zeitung" Mai 2009
Wie schön das obere Suhrental landschaftlich ist, weiss ich seit langem. Aber der Blick zurück aus der Fremde offenbart die Schönheit aufs neue. Könnte ich dichten, würde eine Ode“ An das Suhrental“ folgen. Doch ich kann es nicht.
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Klamotten für die Schlangengrube
"natürlich-leben" April 2009
Biobäuerin und Neo-Regierungsrätin Susanne Hochuli über den Vorteil von Stahlkappenschuhen beim Regieren. Vielleicht betritt sie die politische Bühne allerdings auch barfuss...
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Investieren Sie sinnvoll – in die Zukunft
"Aargauer Zeitung" März 2009
Diese Kolumne schreibe ich als stolze Bewohnerin des oberen Suhrentals. Stolz bin ich auf drei Frauen, eine davon wohnt in Reitnau.
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Berufsstolz ist gut fürs Image
"Bauerzeitung" März 2009
„Der lange und harte Winter macht es den Bauern schwierig, tiergerecht zu produzieren.“ Dieser Satz fiel in einem Gespräch, das sich um den Umgang unserer Gesellschaft mit Tieren drehte. Kampfhunde kamen zur Sprache, Menschen, die mit fünfzig Katzen in einer Wohnung leben und eben: die Landwirtschaft.
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Fette Beute
"natürlich-leben" Januar 2009
Die frisch gebackene Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli konkretisiert ihr Regierungsprogramm: den Zürchern das Wasser abgraben, Berner Männer unter den Aargauerinnen verteilen...
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Warum Beamten die wahren Bäuerinnen-Geschichten entgehen
"natürlich-leben" Oktober 2008
Susanne Hochuli über den attraktiven Tierarzt und die Beamten aus Bern, die nie das hören wollen, was Bäuerinnen am liebsten erzählen möchten.
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Wie mich der Gschtudierte in die Politik trieb
"natürlich-leben" Juli 2008
Susanne Hochuli über die hinterhältigen Methoden der Gschtudierten, ein Mädchen vom Land erst virtuell mit der Welt zu verbinden, nur um es dann in die Politik zu schicken...
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Wie Gschtudierte auf dem Land hängen bleiben
"natürlich-leben" April 2008
Susanne Hochuli über grüne Traktoren, bäuerliches Imponiervokabular und darüber, wie frau mit Bauernschläue aus einem bleichen Berater einen braun gebrannten Lebenspartner macht...
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Vom Landleben und anderen Schweinereien
"natürlich-leben" Januar 2008
Biobäuerin Susanne Hochuli über den Eber Otto und wie er ihr den Einstieg in die Politik ermöglichte...
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Das Gefühl an einem Ort heimisch zu sein
"Aargauer Zeitung" Februar 2008
Als wir an einem Tag wie diesem von Osten nach Westen über die Hügel zogen, wurde mir klar, dass Riesen miteinander gespielt und irgendwann im Zorn ihr Spielzeug in die Gegend geschleudert haben.
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Die andere Art sinnvoll für sich zu werben
"Aargauer Zeitung" Oktober 2007
Abgehalftert sind sie, alt und grau wie der Schnee von gestern. Aber man darf es ihnen nicht verargen. Wochenlang haben sie ihren Job an der Strasse gemacht. Diese Art Strassenarbeit ist hart, rund um die Uhr wird geworben für sich selber. Alle haben es gemacht. Mit einer Ausnahme im Aargau. Ich war sie nicht. Ich markierte ebenfalls, stellte mich an die Strasse, bot mich lächelnd an: „Nehmt mich!“ Auf den Wahlzettel allerdings nur.
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Wir werden Bäume und Heimat verlieren
"Aargauer Zeitung" Juni 2007
„Ohne Bäume gibt es für mich keine Heimat“, erzählte mir vor Jahren ein Bauer, der weit gereist ist und vieles gesehen hat, auch völlig baumlose Landschaften. „Du fühlst dich nicht daheim, wenn dir fehlt, was dir die Kindheit geprägt hat: Bäume, auf die du klettern kannst, Bäume, die dich zwingen, dich zu bücken und aufzulesen, was sie fallen lassen. Bäume, welche die Welt weicher machen, vor allem wenn sie blühen“.
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Small Talk am Bezabend
"Aargauer Zeitung" November 2006
„Ich kaufe Früchte aus Italien, Gemüse aus Spanien und das Fleisch aus Argentinien. Euch, die Schweizer Bauern, braucht es also nicht mehr.“ Ich war einigermassen perplex. Der Typ, gut gekleidet, mit als intellektuell geltender Frisur und Brille, sah so aus, als würde er seine Nase in die NZZ am Sonntag stecken. Und dort war zu lesen, unbedingt seien beim small talk die Themen Politik, Beruf, Gesundheit und Religion zu vermeiden.
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Manchmal sind sie doch ganz gut zu gebrauchen
"Aargauer Zeitung" Juni 2006
Nach der Kurve, bei der Anfahrt auf die Station Koblenz-Dorf, schrak der Lokführer zusammen: Auf dem Gleis standen fünf Personen. Er drückte auf die Pfeife; durchdringend und zornig zerschnitt der Pfiff die Luft. Die Leute stieben auseinander, der Zug hielt und lachend stiegen sie ein. Diese leichtsinnigen Deppen, dachte der Lokführer.
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Von Katzenjammer und Vogelschiss
"Aargauer Zeitung" März 2006
Seit Wochen haust eine Amsel auf unserem Mist, schwanzlos und zerzaust. Flatternd und hüpfend flüchtet sie vor den Gefahren der Welt, vor schwarzen und getigerten Katzen, die sich lautlos anpirschen. Bis vor kurzem. Jetzt tragen die Samtpfoten ein Halsband mit Glöckchen und verstehen die Welt nicht mehr.
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Ferien in Gulas Garten
"Aargauer Zeitung" Juli 2005
Seit über einer Woche vermisse ich Gula. Zuerst dachte ich, das Wetter halte sie fern von ihrem Garten; dabei steht sie bei Hitze oder Regen in ihrem bodenlangen Rock zwischen den Bohnen und dem Mais, streicht diesem die Blätter glatt und hilft den Ranken sich festzuhalten. „Mir dita, Gula“, rufe ich nach einem Gewitter über die Strasse und den Gartenzaun.
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